Nackige und speckige Kinder auf der Wiese oder das klassische Ikea-Zebra auf Leinwand?
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Blumen in Glasvase oder das Posierfoto vor der Brücke?
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Audrey Hepburn Kunstdruck oder der Schwan der nur den Hintern aus dem See streckt?
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Foto von dem hübschen Haus oder toter Hahn an einem Nagel?
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Ölportrait von einem Mann mittleren Alters oder Party-Selbstportrait?
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Was ist denn jetzt nun Kunst? Bei einem kleines Ausflug nach Den Haag inklusive Besuch eines Kunstmuseums und einem anschließenden Stopp bei Ikea, drängt sich diese Frage auf.
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Vor meinem Fenster sehe ich dann eine ganz neue Art von Kunst: eine Lichtshow. Die grünen Lichter an einer Häuserfront am anderen Ufer zeigen zum Wahlweise einen Mond, einen Globus, ein sich öffnendes und schließendes Auge, eine Runde Tetris, die unglaublich in die Hose geht, ein Telefon, ein Aquarium, einen Briefumschlag, ein Herz oder Werbeslogans wie "24 UUR CULTUUR".
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Mit der abstrakten Kunst bin ich auch schon auf Tuchfühlung gegangen (keine lahme Floskel, der Sinn ergibt sich gleich, Moment noch). Nein nicht im Museum mit einer großangelegten Kunstausstellung und auch nicht im Fotografiemuseum, sondern auf dem Weg von einem zum anderen. Künstler: die holländischen Winde, Objekte: handelsübliche Regenschirme (oder deren klägliche Reste).
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Soviel zum künstlerisch-kulturellem Teil. Den gesellschaftlich-kulturellen Teil habe ich aber auch schon erfüllt.
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Auf dem sogenannten Blaak Market habe ich mir leckeren holländischen Käse und ein Fahrrad gekauft. Und um Ersteres von der Plautze fernzuhalten, habe ich Letzteres ein bisschen durch die Stadt geritten.
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Wahnsinn wie viel Spaß das macht!
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Ich bin ein großer Fan von den holländischen Radwegen, den Fahrradampeln und der Toleranz der Autofahrer.
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Und natürlich habe ich unterwegs wieder viele Fotos gemacht. Dass sie eines Tages in einem Museum oder auf einer Ikealeinwand landen, bezweifle ich allerdings.
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| An den anderen Kunstwerken fehlen mir leider die Rechte... |
