"Ich glaube, ich habe das Geheimnis des Lebens entdeckt... du hängst einfach so lange rum, bis du dich daran gewöhnt hast" (Sally Brown, die kleine Schwester von Charly Brown)

Mittwoch, 7. September 2011

Neues Zuhause - Was ist das? Kann das was?

Zu Hause, Zuhause, zuhause. Ein Gefühl, das so angenehm ist, wie die Schreibweise verwirrend.
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Mein neues Zuhause ist seit September in Rotterdam und ja, sehr angenehm. Am Anfang bin ich noch im Umzugschaos versunken, aber so langsam erkennt man wieder Fußboden. Ist ja auch genug da. Das Zimmer ist schön groß und die Aussicht phänomenal! Stadt und Fluss fast direkt vor der Nase, Brücken und Hafen in Sicht und in den Kanal direkt unter meinem Fenster kann ich direkt spucken. Nicht, dass ich das schon einmal ausprobiert hätte…
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Nach vielen Umzügen in den letzten 14 Monate, fällt mir in meinem Zimmer vor allem eines auf. Zuhause ist, wo der Krempel ist!
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Da ist die Kommode die mich schon seit der ersten WG begleitet und entsprechend gelitten hat, Kissen, Klamotten und Kleinkram, den ich teilweise schon länger besitze, angefangene Kosmetikartikel,  mein altes Schulmäppchen, das recht neue Schuhregal aus der letzten Wohnung, meine Schmuckketten sind an die Wand genagelt, die Ohrringe hängen immer woanders auf dem Ständer.
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Dann sind da auch neue Sachen: die Bilderrahmen, die ich im Sommer beklebt habe, die Cupcakes, die ich mit meiner Schwester gebastelt habe, die bisher ungetragenen Sachen der letzten Shoppingtour, das vorhin erstandene Sitzkissen für den Schreibtischstuhl.
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Zugegeben, das ist eine sehr materialistische Sicht. Aber ich liebe meinen Krempel! Ich habe ihn gerne um mich und ich fühl mich bei und mit ihm wohl! Werden wir aber trotzdem einen Blick darauf, was andere einem so vorschlagen:
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Googelt man „zuhause“ steht an oberster Priorität: Zuhause im Glück. Eine jener Fernsehshows, die man problemlos an der absoluten Überstrapazierung emotionaler Popsongs erkennt. Aber ich zweifele daran, dass Leona Lewis, die die neue Schrankkombination anschmachtet, viel über die Qualität des Zuhauses verrät.
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Ein anderer Vorschlag: Zuhause wohnen. Find ich gut. Stimme uneingeschränkt zu.
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Googelt man „zuhause ist“, kommen vor allem genial geistreiche Sprüche wie „Zuhause ist es doch am schönsten“ oder „zuhause ist da, wo man sich vermisst“.
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Wie wäre es also, mit einem Blick in die Zitatekiste: Der deutsche Psychiater und Philosoph Karl Jaspers meint: „Der Friede beginnt im eigenen Haus“. Das klingt schön und definitiv besser als ein abgedroschener Spruch.
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Zu guter Letzt noch ein Zitat von Billy Cosby. Ich wohne hier zwar alleine mit einer Mitbewohnerin, aber ein zuhause ist immer noch mein altes Kinderzimmer bei Mama und Papa, denn: „Menschen sind die einzigen Lebewesen, die es ihren Kindern erlauben, nach Hause zurückzukehren.
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Und bis ich mal wieder in meinem, ich nenne es mal Ur-Zuhause, bin, ist zuhause einfach da, wo man aus dem Fenster spucken kann.

Krempel, erstes Kaba, Küche, Chaos und fabelhafte Aussicht!

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