Dieser Post gehört den Taxifahrern Windhoeks, jenen Fahrern,
die so geschäftstüchtig sind. Sie hupen, wenn sie an einem vorbeifahren, um zu
signalisieren, dass noch ein Platz frei ist. Am liebsten fahren sie nämlich
lieber fünf als zwei Leute durch die Gegend. Man zahlt hier nämlich pro Person
und nicht nach Strecke. Meistens sind das 9N$, umgerechnet etwa 0.70Euro.
Die Stadt ist auch voll von freien Taxis (außer wenn es
regnet natürlich) und das bedeutet natürlich Konkurrenzkampf.
Vor dem Einkaufszentrum, in dem ich immer einkaufen gehe,
geht es zu wie auf einem Basar. Die Taxifahrer tummeln sich am Ausgang und
versuchen, die Leute möglichst schnell anzusprechen und ins Taxi zu buchsieren.
Es gibt sogar ein Schild und Sicherheitspersonal, die sie davon abhalten
sollen, die Kunden am besten gleich vom Eingang ins Taxi zu tragen. Sehr
hektisch das Ganze und eng ist es an diesem Taxihof natürlich auch.
Aber der Geschäftssinn hat Pause, wenn die Neugierde und
Sensationsgeilheit dazwischenkommt. Hektik und Enge müssen ja zwangsläufig zu
Unfällen führen. Ich hörte das dumpfe und knarzende Geräusch, als ich gerade
auf dem Heimweg war und über den Taxihof lief.
Ein Taxifahrer hatte die Tür aufgelassen und ein anderer ist
trotzdem vorbeigefahren und hat dabei die Tür mitgenommen. Angelockt von diesem
Geräusch strömten immer mehr Menschen Richtung Unfalltaxis. Innerhalb kürzester
Zeit hatte sich eine Menschentraube um die Taxis gebildet. Fahrer, die gerade
eben noch auf Kundenfang waren, verließen ihren Posten. Selbst Fahrer, die
schon Kunden in ihren Autos sitzen hatten, stiegen aus und gingen lieber gucken
statt zu fahren.
Mir tat ja der türlose Taxityp leid, der zerknirscht und
verloren in der Gegend herumblickte.
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This post
is dedicated to the taxi drivers of Windhoek, these drivers that are so very
business-minded. They honk if they pass you to tell you that there is a free
spot. They’d rather ride with five instead of two people. That’s because you pay per person here and
not per distance. Usually that’s 9N$, about 0.70Euro.
The city is
full of empty taxis (except of course when it rains) and that of course means
fierce competition.
In front of
the mall where I usually do my groceries, it is like a bazaar. The taxi drivers
hang around at the exit and try to talk to possible customers and get them into
a car as quick as possible. There are even signs and security personnel to
prevent the drivers from maybe carrying the customers straight to the car. Very
hectic this whole situation and there’s also not a lot of space at that taxi
rank.
But the
business sense has a break when curiosity and sensationalism take over. Hectic
and narrowness kind of have to lead to accidents. I heard the dull and creaking
noise when I was crossing the taxi rank on my way home.
A taxi
driver had left his door open, another one drove by in spite of it and took the
door with him. Attracted by this noise more and more people swarmed towards the
accident site. In a matter of seconds there was a crowd around the taxi
drivers. Drivers who were in the middle of catching customers abandoned their
posts. Even drivers who already had customers in their cars got out and rather
went to watch the situation instead of driving. I kind of felt sorry for the
doorless taxi dude who was looking around contritely and lost.